1. Romulus...

Römisches Brettspiel …wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. nahe der Stadt Augusta Raurica (heute Augst – Schweiz) in Germania Superior auf einer Villa Rustica, also einem kleinen römischen Gutshof, geboren. Seine Mutter war eine Keltin aus der Provinz Noricum (heute hauptsächlich Österreich) und sein Vater, Veteran der römischen Armee, stammte aus Ariminium in Italia (heute Rimini - Italien). Der bescheidene Wohlstand der Eltern ermöglichte es Romulus, im nahe gelegenen Augusta Raurica, von einem Lehrer im Lesen, Schreiben, Rechnen, in Griechisch und Rhetorik unterrichtet zu werden.
Auch die körperliche Ertüchtigung mit Ringen und Gymnastik war ein fester Bestandteil des Unterrichts. Zum Zeitvertreib spielte Romulus mit seinen Freunden Spiele die auch noch heute populär sind, wie Mühle, Dame und Würfelspiele.

ein römischer Trupp Obwohl er seinen Eltern sehr gern auf dem Gutshof half, interessierte sich Romulus mehr für die Armee. Sein Vater hatte ihm eine Menge Geschichten vom Leben in der Legion erzählt, welchen Romulus mit großen Augen und bebenden Herzen zuhörte und manchmal sogar davon träumte.
Es lockten außerdem die Aussicht auf einen Beruf, den man bei den Adlern erlernen konnte, beste Versorgung und ein sicherer Verdienst. Sofern man das Ende der 20-jährigen Dienstzeit erlebte, bekam der Legionär bei Austritt aus der Armee Geld und ein Stück Land zum Aufbau einer neuen Existenz. So beschloß Romulus Soldat zu werden.
2. Sein Weg zum Legionär...
Römisches Marschgepäck …begann damit, daß Romulus sich in der Rekrutierungsstelle in der Provinz meldete. Dort mußte er sich einer gesundheitlichen, körperlichen und geistigen Überprüfung unterziehen. Er erfüllte die Kriterien, worauf hin er als diensttauglich in die Armee aufgenommen wurde.

Nun begann die harte 4-monatige Grundausbildung unseres Rekruten Romulus in Mogantiacum (heute Mainz - Deutschland). Diese bestand aus Exerzieren, Marschieren, Laufen, Reiten, Schwimmen, Werfen und Lagerbau.

Später kam dann das Waffentraining dazu. Die Waffen waren hierbei aus Holz und viel schwerer als die späteren richtigen Waffen, damit die Muskulatur besonders stark trainiert werden konnte. Dies hatte den Effekt, daß später im Kampfeinsatz die Bewegungsabläufe der unterschiedlichen Kampfsituationen leichtgängig und perfekt funktionierten.

Genauso gehörte es dazu, Gewaltmärsche von bis zu 35 km an einem Tage mit voller Ausrüstung und Marschgepäck zu bestreiten. Zum persönlichen Marschgepäck gehörten Werkzeuge, Geschirr, Arbeitsgeräte zum Bau des täglichen Marschlagers, mehrere Tagesrationen Verpflegung und eine wärmende Decke. Diese äußerst anstrengende Grundausbildung absolvierte Romulus zur vollsten Zufriedenheit seiner Ausbilder. Und so wurde er als Soldat der römischen Armee, in eine Centurie aufgenommen und war nun ein richtiger echter Legionär.
3. Mit Beginn der Dienstzeit...
Weissenburg Rekonstruktionsversuch …musste Romulus sich als Erstes eine eigene Ausrüstung und Marschgepäck zulegen. Diese kaufte sich jeder Legionär selbst. Die Kosten dafür sowie für die Verpflegung wurden ihm von seinem Verdienst abgezogen.

Zu Romulus Ausrüstung gehörten: das gewölbte Schild (scutum), das Kurzschwert (gladius), der Dolch (pugio), der Helm (coolus), die Tunika, die Lanze (pilum), als Brustpanzer das Kettenhemd (lorica hamata) oder der Schienenpanzer (lorica segmentata), Lederpanzerungen (hamata, pteryges), die Soldatenschuhe (caliga), der Gürtel (cingulum militare), ein Halstuch (focale) und einen Mantel (caracalla).

Lunt Roman Fort Romulus lebte nun in einem Contubernium, der kleinsten Mannschaftseinheit einer Legion, mit 7 weiteren Legionären. Das Contubernium war eine Mannschaftsunterkunft als gemeinschaftlicher Schlafraum und mit einem davor befindlichen Raum zum Kochen. Hier wurde auch die Ausrüstung sowie des Marschgepäck aufbewahrt. Die Castelle im römischen Reich entstanden immer nach einem einheitlichen Bauschema. Die Lage des Castells und seine Ausrichtung wurde, unter Berücksichtigung des Geländes, durch den Legionskommandanten festgelegt. Anfangs war solch ein Castell eine Holz-Erde-Konstruktion, die dann später durch steinerne Mauern, Torgebäude und Türme ersetzt wurde.
Kastell (corbis) Die Legion mußte sich selbst versorgen und handlungsfähig sein. Deshalb waren die Legionäre nicht nur Soldaten, sondern auch Handwerker und Baufachleute. Sie bauten also das Castell, die Straßen, die Wasserleitungen und alle Gebäude selbst. Für die Verpflegung der Legion wurden Felder bewirtschaftet und es gab Ställe für das Vieh. Ebenso waren zahlreiche verschiedenste Werkstätten für Reparaturen und Neuherstellungen von Ausrüstungen im Castell vorhanden.
Auf Grund seiner Kenntnisse wurde Romulus für den Dienst in der Castellverwaltung eingeteilt. Dort machte er genaue Aufzeichnungen über die Waren die in der Legion benötigt wurden. Auch erstellte er mit die Verdienstabrechnungen für die Legionäre.
Die Geschichte geht weiter...
bewaffneter Römer Und ist hier nun die Geschichte von Romulus zu Ende ? Nein ! …

Mit einzelnen Episoden aus dem Legionärsalltag, werden wir demnächst wieder Neues von Romulus berichten.

Und ganz Neu!
Spannende Geschichten findet Ihr ab sofort auch in unserem Ratgeber.


Schaut rein!

Stellt uns Fragen!
Wir antworten dann so schnell wie möglich.